Felix Krieger

Dirigent

Felix Krieger ist ein genialer Partner am Pult, der seinen Mozart knackig, federnd und frisch aufraut.
— Die Welt
Ein Coup, der über Erwarten großartig realisiert wurde.
— Deutschlandfunk

Felix Krieger ist Gründer, Künstlerischer Leiter und Dirigent der Berliner Operngruppe, mit der er das Publikum seit 2010 mit Wiederentdeckungen seltener Opern begeistert. Unter seiner Leitung entstanden u.a. die Berliner Erstaufführungen von Verdis Stiffelio, Puccinis Edgar und Mascagnis Iris, deutsche Erstaufführungen wie u.a. Donizettis Deux Hommes et une femme, die posthume Uraufführung von Donizettis Dalinda oder zuletzt die deutsche Erstaufführung und erste internationale Wiederaufführung von Franchettis Fior d´Alpe. Mit diesen Produktionen im Konzerthaus Berlin etablierte er sich als einer der profiliertesten Dirigenten seiner Generation.

Seit Anfang 2024 ist er zudem regelmäßiger Gastdirigent des Kyiv Symphony Orchestra, mit Konzerten in der Berliner Philharmonie, beim Friedensfest Augsburg und in Monheim am Rhein. Zu seinen jüngsten Engagements zählen u.a. Mozarts Die Zauberflöte an der Semperoper Dresden (2025/26), Mozarts Le nozze di Figaro beim Festival Palermo Classica (2025/26), Brittens A Midsummer Night’s Dream und Prokofievs Die Liebe zu den drei Orangen für die Korea National Opera (2024/25), Verdis Giovanna d’Arco für die Opera Bellas Artes in Mexico City (2024) oder Strauss’ Ariadne auf Naxos in São Paulo (2023).

Krieger leitet regelmäßig Produktionen an international bedeutenden Häusern,  wie u.a. der Staatsoper Unter den Linden in Berlin,  Teatro Comunale di Bologna, Teatro Carlo Felice in Genua, Semperoper Dresden, Korea National Opera in Seoul oder  Opéra National de Paris. Er stand am Pult zahlreicher bedeutender Klangkörper wie u.a. der Staatskapelle Berlin,  Deutsche Symphonie-Orchester Berlin,  Staatskapelle Dresden,  London Sinfonietta oder Orchestre de l’Opéra National de Paris. Das Chicago Symphony Orchestra gastierte unter Kriegers Leitung mit Mozarts Jupiter-Symphonie und Brahms’ 1. Symphonie erstmals in China. Dieses historische Konzert fand in Kooperation mit dem Shanghai Symphony Orchestra beim Shanghai Spring Music Festival 2002 statt.

Seine Diskografie umfasst unter anderem Mascagnis Iris, nominiert für den Opus Klassik, die Deutsche Schallplattenkritik und die International Classical Music Awards 2022, sowie die ebenfalls hochgelobten Alben von Donizettis Dalinda, Wolf-Ferraris Il segreto di Susanna und zuletzt Mascagnis Zanetto (alle für OehmsClassics) sowie The Art of Ensemble mit der London Sinfonietta (Sony Classical, 2018).

Geboren in Freiburg im Breisgau, erhielt Krieger Klavier- und Violaunterricht, war Jungstudent (Klavier) an der Musikhochschule Freiburg und studierte Dirigieren bei Prof. Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seine Ausbildung schloss er 2001 als Meisterschüler von Carlo Maria Giulini an der Scuola di Musica di Fiesole in Italien ab. Wegweisende künstlerische Impulse erhielt er früh von Claudio Abbado, der ihn im Alter von nur 22 Jahren zu seinem Assistenten bei den Berliner Philharmonikern ernannte. Für die Bayreuther Festspiele arbeitete er als Assistent von Daniele Gatti sowie als Studienleiter und Musikalischer Supervisor.

Seine ersten Theaterengagements führten ihn nach Kassel und Bielefeld, wo er als Kapellmeister ein breitgefächertes Repertoire erarbeitete. Anschließend war er ab 2003 regelmäßiger Gastdirigent an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin; vielbeachtet war hier seine Produktion von Ullmanns Der Kaiser von Atlantis (2013).

In jüngster Zeit tritt Felix Krieger auch als Komponist hervor. So wurde 2015 sein Werk Cantus I – Zwischen den Welten für Kammerensemble erfolgreich beim 49. Festival Musica Nova Gilberto Mendes in Brasilien uraufgeführt. Ebenfalls dort erklang im Herbst 2017 erstmals Cantus II – „…durch alle Lüfte bricht“ (2017) für Kammerensemble und im Herbst 2020 sein Duo für Altflöte und Kontrabass Oh Luft, du edles Element, führ hin mein Liedlein behend. Im November 2021 spielte das ensemble unitedberlin unter seiner Leitung im Konzerthaus Berlin die Uraufführung von Cantus III – Íthymbos (2020) im Rahmen der erstmaligen zyklischen Aufführung der Cantus-Stücke.

Seit 2023 werden seine Werke bei der Universal Edition Wien verlegt.

Er lebt mit seiner Familie in Berlin.