JONAS AUMILLER

Pianist

In seinem Spiel vereinen sich strukturelle Intelligenz, überragende Klangkontrolle und tiefe Emotionalität.
— Prof. Jacob Leuschner, Künstlerischer Leiter des Brahms-Wettbewerbs Detmold
Patrizische Musikalität und Kultiviertheit
— Gramophone
Einer der überzeugendsten Pianisten seiner Generation. Aumiller [besitzt] eine ungewöhnliche künstlerische Tiefe – die Fähigkeit, Bedeutung jenseits der Noten zu vermitteln. Ein Poet am Klavier.
— Miami International Piano Festival

Mit einem Spiel, das durch große Klangkultur, lyrische Tiefe und feinste Nuancierungen besticht, hat sich der deutsche Pianist Jonas Aumiller einen bemerkenswerten künstlerischen Ruf erworben. Als „musikalischer Poet“ (Carl Bechstein Stiftung) und für seine „patrizische Musikalität und Kultiviertheit“ (Gramophone) gewürdigt, gestaltet er Programme, in denen sich interpretatorische Sensibilität und kreative Eigenständigkeit begegnen – oft bereichert durch eigene Transkriptionen von Orgel- und Orchesterwerken.

Aumiller ist Gewinner des 3. Internationalen Brahms-Wettbewerbs in Detmold und Silbermedaillengewinner des 12. Internationalen Klavierwettbewerbs in Hamamatsu, Japan. Weitere Auszeichnungen umfassen den zweiten Preis und drei Sonderpreise beim 27. Internationalen Klavierwettbewerb Rina Sala Gallo in Monza sowie die Silbermedaille und den Publikumspreis beim 8. Internationalen Musikwettbewerb Sendai. Im Jahr 2025 erhielt er beim 17. Van Cliburn International Piano Competition in Fort Worth, Texas, den Raymond E. Buck Jury Discretionary Award und war der einzige deutsche Pianist, der zum XIX. Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau zugelassen wurde.

Seine Wettbewerbserfolge öffneten ihm den Weg zu zahlreichen Auftritten in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten. Dort konzertierte er unter anderem mit der Nordwestdeutschen Philharmonie, dem Orchestra Sinfonica di Milano, dem Sendai Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra und dem Fort Worth Symphony Orchestra.

In der kommenden Saison gibt Aumiller sein Debüt beim Miami International Piano Festival, tritt in der Kammermusikreihe des Orchestra Sinfonica di Milano auf, geht auf Japan-Tournee und spielt Tschaikowskys Erstes Klavierkonzert mit der Vogtland Philharmonie.

Zu den Höhepunkten seines bisherigen Weges zählen Recitals in der Reihe Winners & Masters in München, beim Bologna Festival sowie ein Auftritt im Schloss Bellevue auf Einladung des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck. Als Teilnehmer der Verbier Festival Academy wurde er mit dem Tabor Foundation Piano Award ausgezeichnet. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war sein Recital zum 250-jährigen Jubiläum der Bagno-Konzertgalerie, des ältesten freistehenden Konzertsaals Europas.

Geboren in München, erhielt Aumiller im Alter von sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Sein Bachelor-Studium am Conservatorio F.A. Bonporti in Trento schloss er unter der Leitung von Massimiliano Mainolfi summa cum laude ab. Seit 2018 arbeitet er mit Sergei Babayan – zunächst an der Juilliard School in New York und später am Cleveland Institute of Music (CIM), wo er seinen Master of Music sowie 2024 sein Artist Diploma erhielt, ausgezeichnet mit dem Hope and Stanley Adelstein Prize for Excellence in Composition and Performance. Während seines Studiums wurde er großzügig unterstützt von der Jürgen-Ponto-Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Schweizer Pierino Ambrosoli Foundation.