Justina Gringytė

Mezzosopran

Justina Gringytės Carmen ist magnetisch… ihre Stimme ist so dunkel und verführerisch wie in der Wiederaufnahme, aber sie scheint in der Tiefe noch satter und dunkler geworden zu sein. Die Konsonanten reiben auf ihrer Zunge wie gebranntes Karamell.
— The Spectator

Die preisgekrönte litauische Mezzosopranistin Justina Gringytė wurde für ihre "sensationelle Technik" (The Times) und ihre "umwerfend kraftvolle Stimme" (Daily Telegraph) hoch gelobt. Als Young Singer of the Year bei den International Opera Awards ausgezeichnet, und Absolventin des Jette Parker Young Artists Programme am Royal Opera House, Covent Garden – wo sie unter anderem bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London zusammen mit Renée Fleming, Bryn Terfel und Plácido Domingo auftrat – gilt Justina als eine der bedeutendsten aufstrebenden Stars der Konzert- und Opernwelt. Ihre hochgelobte Darstellung der Titelpartie in Bizets Carmen an der English National Opera wurde weltweit live in Kinos gezeigt. Ihr bemerkenswertes Spektrum reicht inzwischen von der französischen Oper – darunter auch Erstaufführungen von Massenets Thérèse in Schottland und Litauen – über Mahler bis hin zu den großen Verdi-Mezzopartien, die sie heute weltweit singt.

2025 erschien ihr Solo-CD-Debüt mit Bizets 20 Liedern op. 21 bei Ondine Records – das erste Mal überhaupt, dass eine einzelne Sängerin den kompletten Zyklus aufnahm, eine bemerkenswerte Demonstration von Virtuosität und Vielseitigkeit ("Eine große, aufregende Stimme... fähig, heftige emotionale und dramatische Extreme zu umgreifen" Gramophone). Weitere Aufnahmen von ihr umfassen Raminta Serksnytes Songs of Sunset and Dawn für Deutsche Grammophon sowie CDs mit Liedern von Rachmaninoff und Medtner für Delphian – ihre Rachmaninoff-Einspielung wurde für den Gramophone Award nominiert.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Sir Antonio Pappano, Gustavo Dudamel, Yannick Nezet-Seguin, Esa-Pekka Salonen, Tugan Sokhiev, Mirga Gražinytė-Tyla, Ludovic Morlot, Susanna Malkki, Evelino Pidò, Kazushi Ono, Robert Trevino, Daniele Rustioni, Carlo Rizzi, Xian Zhang, Tarmo Peltokoski, Sesto Quatrini, Giacomo Sagripanti, Roberto Fores Veses und Edward Gardner zusammen.

Justina Gringytė trat an der Opéra National de Paris, an Londons Royal Opera House, Covent Garden, am Teatro Real in Madrid, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, dem Teatro Massimo Palermo, dem Teatro Nacional de São Carlos, der English National Opera, der Scottish Opera, der Bolshoi Oper, am Novosibirsk Opera and Ballet Theatre, an der Israeli Opera, der Lettischen Nationaloper, der Korean National Opera und der Lithuanian National Opera auf. Konzertengagements führten sie zum City of Birmingham Symphony Orchestra und den BBC Proms, zum London Philharmonic Orchestra in der Royal Festival Hall, dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall, in die Wigmore Hall, zum Philharmonia Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, dem Orchestra della Svizzeria Italiana, Orchestra Sinfonica di Milano, dem Orquesta Simón Bolívar, George Enescu Philharmonic, zum Orchestre philharmonique de Strasbourg, Danish Philharmonic Sønderjyllands Symfoniorkester, Euskadiko Basque National Orchestra, Orquesta de Extremadura, Jerusalem Symphony Orchestra, Teatro Municipal Rio de Janeiro, zum Litauischen Staatlichen Sinfonieorchester und Litauens Nationalem Philharmonischen Orchester.

Justinas Opernrepertoire umfasst Verdis Eboli, Azucena, Maddalena, Meg Page und Preziosilla, Puccinis Suzuki und Tigrana (Edgar), Donizettis Sara (Roberto Devereux) und Bellinis Romeo; Massenets Thérèse, Dulcinée (Don Quichotte) und Kaled (Le roi de Lahore), Saint-Saëns' Dalila, Bizets Carmen, Berlioz' Marguerite und Humperdinks Hänsel. Auf der Konzertbühne singt sie das gesamte große Mezzosopran-Repertoire, von Mahlers Sinfonien und Das Lied von der Erde bis zu Berlioz' Les nuits d'été und Cleopatre, Ravels Shéhérazade und Verdis Requiem. Aber sie widmet sich auch weniger häufig gehörten Werken wie Respighis Il Tramonto, Boulangers Psalm 130 und Brittens Phaedra. Sie setzt sich auch für neue Musik litauischer Komponisten wie Raminta Serksnyte und Zibuokle Martinaityte ein.

Als leidenschaftliche Pädagogin wird sie regelmäßig zu Meisterkursen eingeladen, zuletzt an der Royal Academy of Music, am Royal Welsh College of Music And Drama, dem Lithuanian National Opera and Ballet Theatre sowie dem Conservatorio Musica Verdi Milano zu geben.

Zu kommenden Höhepunkten zählen zwei weitere große Aufnahmen für Ondine, Debüts mit dem Orchestre National d'Île-de-France, dem Tschechischen Nationalsinfonieorchester, Filarmonica Arturo Toscanini und dem Nationalen Symphonieorchester von Mexiko sowie ihr Rollendebüt als Abuela in Fallas Oper La Vida Breve.

Justina Gringytė studierte an der litauischen Musik- und Theaterakademie, am Royal Welsh College of Music and Drama sowie am National Opera Studio in London und an der Vytautas Magnus Universität in Kaunas, Litauen.