Thomas E. Bauer

Bariton

Thomas E. Bauer ist einer der faszinierendsten Vokalkünstler unserer Zeit. Begeistert wird er für die „virile Wucht“, „baritonale Klangschönheit“ und „präzise Diktion“ (Opernglas) seiner ausdrucksstarken Stimme gefeiert.

In der Saison 2026/27 singt er die Titelpartie in Bartóks Herzog Blaubarts Burg auf einer Tournee mit Oxalys unter Johannes Witt.

Als Konzertsänger gastierte Thomas E. Bauer zuletzt beim Orchestre symphonique de Montréal mit Schönbergs Gurre-Liedern, beim Hong Kong Philharmonic, im Wiener Musikverein, bei der Warschauer Nationalphilharmonie mit Mahlers Das Lied von der Erde, im Amsterdamer Concertgebouw mit Bachs Matthäus-Passion unter Leitung von Sigiswald Kuijken und erneut 2026 mit Jonathan Cohen, beim Seoul International Music Festival, beim Brühler Haydn-Festival mit Capella Cracoviensis sowie beim Augsburger Mozartfest und beim Rheingau Musik Festival mit Bachs h-Moll-Messe. Unter der Leitung von Thomas Zehetmair sang er Haydns Schöpfung in Clermont-Ferrand. Er sang die Uraufführung von Jörg Widmanns Oratorium ARCHE unter der Leitung von Kent Nagano zur Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie (auf CD bei ECM). Thomas E. Bauer sang Beethovens Missa solemnis unter Leitung von Philippe Herreweghe, Schuberts Winterreise im Concertgebouw Brugge und die Matthäus-Passion in Konzerten u. a. in Paris und Dijon mit der Cappella Mediterranea unter Leitung von Leonardo García Alarcón.

Darüber hinaus war er im Gewandhaus zu Leipzig zu erleben, beim Beethovenfest Bonn mit Beethovens Liederzyklus An die ferne Geliebte, mit dem MDR-Sinfonieorchester unter Simone Young und dem City of Birmingham Symphony Orchestra mit Jörg Widmanns Orchesterliederzyklus Das heiße Herz, mit Beethovens Neunter Sinfonie mit dem Kammerorchester Basel unter Giovanni Antonini (bei Sony Classical), mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Yu Long, Jukka-Pekka Saraste und Shao-Chia Lü mit Orchesterliedern von Mahler sowie mit Kent Nagano und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg mit Bach-Kantaten. Zu den jüngsten Höhepunkten zählt die Uraufführung von Peter Ruzickas Benjamin-Sinfonie mit dem hr-Sinfonieorchester unter Leitung des Komponisten.

Thomas E. Bauer war Artist-in-Residence des BOZAR Brüssel und konzertierte mit dem Boston Symphony Orchestra unter Bernard Haitink, dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, der Filarmonica della Scala unter Zubin Mehta, dem Gewandhausorchester unter Herbert Blomstedt und Riccardo Chailly sowie dem Tonhalle-Orchester Zürich. Bei den Salzburger Festspielen war er unter Ingo Metzmacher in Schuberts Lazarus zu erleben, in der Berliner Philharmonie in Schönbergs Die Jakobsleiter. Auf der Opernbühne feierte er in Zimmermanns Die Soldaten am Teatro alla Scala große Erfolge. Mehrere Opern-Uraufführungen hat er bestritten.

Eng arbeitete er mit dem polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki zusammen, der mehrere Werke eigens für seine Stimme schrieb. Seine zahlreichen Aufnahmen wurden mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter Bachs Weihnachtsoratorium und Beethovens Christus am Ölberge mit Philippe Herreweghe, dem Collegium Vocale Gent und dem Orchestre des Champs-Élysées. Er ist Träger des Schneider-Schott-Musikpreises.

Thomas E. Bauer, Initiator des preisgekrönten Konzerthauses Blaibach, erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen und studierte später Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München.